20100602_Zhsee_07 Diesen Dienstag trafen sich Patrick und ich einmal mehr für einen gediegenen Feierabend-Tauchgang im Zürichsee. Für mich war es die Premiere mit Doppeltank (Doppel 12l) auf dem Rücken, der grossen Deko-Flasche (80 cf) am Gurt sowie der grossen Spiegelreflex-Kamera. Bisher war ich noch nie mit der Spiegelreflex-Kamera und der Deko-Flasche zusammen unterwegs. Kleine Kamera und Deko-Flasche oder grosse Kamera ohne Deko-Flasche – alles kein Problem. Als “heikel” mit diesem Equipment sah ich den Punkt des Tauchganges an, an welchem vom grossen Gerät auf die Deko-Flasche gewechselt wird. Zu diesem Zeitpunkt brauche ich beide Hände und habe keine Hand, um die Kamera zu halten. Ausserdem sitzt das Objektiv der grossen Kamera hinter einem grossen, gläsernen Dome-Port, welcher sich nicht mit steinigem Grund oder der stählernen Deko-Flasche verträgt. Würde der Dome-Port brechen, wäre das ganze Kamerasystem geflutet und kaputt.

Aus diesem Grund war ich schon etwas “angespannt”, diese Fertigkeit das erste mal zu testen/trainieren. So setzten Patrick und ich keinen extremen Tauchgang an, um nicht übermässig Deko-Zeit aufzuladen. Sollte etwas mit dem Wechsel auf die Deko-Flasche nicht klappen, so könnten wir die Deko auch locker ohne diese Deko-Flasche absitzen, bevor wir aus dem Wasser dürften. Gesagt getan: ca. 15 Minuten auf 45 Meter Tiefe ergab ein paar Minuten Deko.

Der Wechsel auf die Deko-Flasche war dann keine Hexerei und verlief besser als geplant. Bevor ich den Wechsel durchführte, habe ich den externen Blitz an die Kamera geklappt/fixiert. Dann das Spiralkabel, an welchem die Kamera befestigt ist, auf minimale Länge zurück geklippt und etwas Distanz zum Grund genommen. So konnte ich die Kamera unter mir hängen lassen. Wie sich zeigte, hat sich der Dome-Port durch die darin enthaltene Luft dann nach oben gedreht und lag somit an meinem Bauch. Dies ist praktisch, da der Dome-Port so durch meinen Körper geschützt ist, während ich mit den Flaschen und Automaten am Hantieren bin. Blöder wäre, wenn der Port nach unten schauen würde und als erstes auf einen Stein treffen würde, falls ich die Tarierung etwas vernachlässige. Kurz: alles prima gelaufen, aber die Menge an Ausrüstung merkt man doch spürbar beim Vorwärtskommen.

So waren wir nach einer halben Stunde im 10m Bereich zurück und haben noch Fische geguckt. Es gab überdurchschnittlich viele Hechte (Jungfische) und auch wieder Eglischwärme. Da die Temperaturen in den obersten Metern auch schon wieder bei 15°C angekommen sind (unten ist es immer noch 5°C) und es uns so gefiel, waren wir schlussendlich 130 Minuten, d.h. 2:10h, unter Wasser: mein mit Abstand längster Tauchgang!

Bilder gibt es hier am Ende der Diverses-Galerie…